„EILT, BETR. JUDEN - EVAKUIERUNG IN DEN OSTEN“
80 JAHRE NACH DER DEPORTATION DER JUDEN AUS BAISINGEN
Karlheinz Geppert
1941 - vor 80 Jahren: Im Sommer wurden die Vorbereitungen für die so genannte „Endlösung der Judenfrage“ getroffen, seit September müssen Juden ab einem Alter von sechs Jahren den „Gelben Stern“ tragen. Ab Oktober durften die in Deutschland lebenden Juden nicht mehr auswandern. Zu den tausend Juden, die mit einem ersten Transport aus Württemberg nach dem Osten deportiert wurden, gehörten auch jüdische Bürger aus Baisingen und aus Rottenburg. Am 28. November 1941 wurden 21 jüdische Frauen und Männer im Alter von 36 bis 62 Jahren von Baisingen auf den Stuttgarter Killesberg verschleppt. Aus Baisingen werden insgesamt mehr als 60 Juden deportiert, darunter etwa 30 Zwangseingewiesene, und zwar am 1. Dezember 1941 nach Riga in Lettland ins Konzentrationslager Jungfernhof, am 26. April 1942 nach Izbica bei Lublin und zuletzt am 22. August 1942 nach Theresienstadt.